Die KANTE (ein Poem, поэма)

Die KANTE
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(ein Poem) поэма, на немецком языке

(поэма “Die KANTE” (“ГРАНЬ”, влад.логмат, 2021)
на русском языке: https://stihi.by/filosofskie-stihi/gran-poema/)

Audio-Version (DE)/ АУДИО-ВЕРСИЯ (на немецком):
https://t.me/vladlogmat/6968

Audio-Version (RU)/ АУДИО-ВЕРСИЯ (на русском):
https://t.me/vladlogmat/6962

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Das Poem „Die Kante“ besteht aus Blitzbildern, Schnappschüssen, Geschichten aus dem Leben, am Rande, wie „ein Blitz, helles Licht und… eine Manifestation…“
Die Kante: eine Facette, eine Fläche,… the Edge,… eine Schwelle, eine Grenze, ein Rand…
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“Ein Roh-Diamant kennt kaum Facetten,
Gleichwohl Brillant sein Schicksal ist,
Dennoch der Härte Eigenschaften,
Die Essenz der Schönheit vom Diamanten
Liegt absolut in den Facetten und seinen Kanten…”

(vlad.logmat)

* * *

So dünn ist ja die Linie der Kante – sie trennt das Wasser von dem Eis
Im fließend Strom des flüchtig Lebens…
Nur noch ein Impuls jener Kraft, die just im Nu manifestiert
Universale Ordnung, die das Chaos zügelt.

Der Donner rollt. Der Regen. Und das Zittern von der Erde …
Der Ewigkeit ruckartige Momente bringen Materie zu Bruch!
Gefolgt von der Verschmelzung der Atome auf Schicksalsebene…
Nun denn bei lebender Natur gibt’s keine Pausen!

Der Friede mitten in Gedanken… Urplötzlich kommt ein Ruck!
Die Bilder, Worte und Erfahrung,
Wohl angetrieben wie ein Kreisel, von dem Impuls,
Bringen ein Kind der Inspiration hervor – eine Idee!

Klang der Musik. Gebet. Die Lippen flüsternd…
Der Seele unsichtbare Saiten fein berührt,
Fast wie Magie, Wortzauber waltend… Alsdann urplötzlich:
Töne nehmen Gestalten an – im Herzen – sehr lebendig!

Erspür die Schwingung im Äther:
Der Gott lässt wissen, wenn es Zeit ist.
Und auf dem „Wellenkamm“ zu seiner Stunde
Der Augenblick friert ein und die Facetten (Kanten, Grenzen) dieser Welt erscheinen…

* * *

So anders. Die zwei Seiten.
Vereinigt. Zwar geteilt.
Und die Anziehungskraft des Universums
Liegt wunderbar in dünner Kante…

* * *

Wir überqueren manchmal Grenzen
Und ebnen dann den Weg zum Leiden,
Das Licht vergessen wir und ahnen nicht,
Wo die Essenz des Lebens wirklich ist…

* * *

Ob Worte oder Wörter – wie ein Elixier –
Wir legen allerliebst sie sanft auf eine Wunde.
Doch manchmal dann – mit „Lyra“ in der Hand –
Wir sagen das „wohlschmeckende“ Wort „Kampf“ an, in der Stunde…

Ich bin ja nämlich Ich, und du bist Du!
Und die Umrisse sind wohl unverkennbar!
Bei jedem gibt es eigene Facetten und Motive…
Obwohl, bei Zwei gemeinsam – doch ja eine Kante!

Die Ehefrau und Ehemann – wie Mond und Sonne,
Wie Ying und Yang – in einem Ring geschlossen.
Und nur im Dienste aneinander – der Geist ist einer!
Und wird für beide zur Verkörperung der Stärke…

* * *

Die Liebe und der Hass. Die Folter und die Freiheit…

Der Motor tot. Der Schlepper kommt.
Und wieder hört man bald das Dröhnen von dem Motor!
Danach – ein Rennen über Hunderte von Kilometern
Zur Werkstatt… mit dem Ziel „Austausch“ des Motors?!?

Die Brücke. Überleitung. Die Stützpfeiler…
Die Seele ist gefüllt voll quälend Zweifel!
Urplötzlich Streitigkeit im Innern wird geboren,
Führt an den Rand, die Grenze… Die Vorsehung?!?

Ein Greis, der Stárez* – Und sein Licht ist ja so stark!
Vor langer Zeit warf er beiseite all seine Zweifel!
In Erscheinung – ob mir, ob dir – gleicht wie ein Mensch,
Doch sein Gesicht ist das Licht selbst und offenbart den Weg zu der Befreiung!

* * *

Vergib mir, Vater, denn ich bin Bandit,
Bin reich immens an Geld, jedoch im Herzen…
Alles ist dunkel da und stickig – ich ersticke!!!
Schon lange trachte ich nach einem „Bettlerplatz“ vor Kirche!

Manchʼ schneidigʼ Freunde sind ja schon dahin…
Und die Erinnerung „saugt“ mich oft vollstens rein,
Die Tage laufen hin, das Leben schwindet,
Für „Kuchen“ – eh zu spät, den „Teig“ zu mischen!

Da bleiben einem nur noch Drogen, Alkohol,…
Sie lassen mich für einen Moment vergessen!
Ich flehʼ Dich an! Oh, rette mich! Ich bin kaputt!
Drin – „nur Bandagen, lauter Gips“- ich kann nicht mehr!!!

– Komm schon, steh auf! – sagt ihm der Greis, der Stárez –
Fall nicht mehr auf die Knie, mein Sohn! Komm, setz Dich…
Lass uns auf gleicher Augenhöhe mit Dir reden,
Denn schließlich sind wir alle vor dem Herren gleich…

Schau mich kurz an: ich habe „weder, noch was“…
Von all den „guten Dingen“, die Du reichlich bei sich trägst.
Mein Weg ist vom Gebet kennzeichnet, der Arbeit voll im Fleiß, der Hoffnung,
Vom Glauben, Licht und von der Liebe – das ist Gnade!

Du solltest Deine „Pferde“ besser „hüten“, den scharfen Ritt langsamer machen…
Alte Gewohnheiten – nur Mut! – sollst Du aufgeben!
Schau Dir das Leben an und finde Deinen Weg,
Ohne dass man nach einem „Dietrich“ heimlich Ausschau hält.

Obwohl „kaputt“ bist Du, „Bandagen, Gips“ hast und „gebrochen”,
Doch mit der Zeit wirst Du auch zur Genesung kommen!
Du wirst dann sehen, denn weiß Gott, weil nicht der Erste
Und offensichtlich nicht der letzte Sünder bist Du, der zu Gott kommt!

Gib Acht bei Deinen „Möchtegern-Sofort-Gedanken“ –
Sie sind wie Wölfe! – Wild, in Angst rumirrend, nach den Umwegen suchend,
Wenn sie die Fähnchen sehen und die Jagdsperren, extra aufgestellt…
Und so verlangsamt sich nun auch Dein Schritt in Richtung Licht!

Sieh endlich ein, dass die Geduld Dein Pfad ist!
Komm gleich mit mir! Wenn die Essenz erkennst,
Wirst Du den Weg zu Gott doch nicht verpassen
Und wenn Du mir glaubst, findest Du Deinʼ Weg!…

(So steht der Sünder da, fast wie ein “säumiger” Schüler –
Bevor er den Direktor trifft – im nächsten Augenblick!…
Doch Jahre später und in Freude… schaut er dann kurz bei ihm vorbei,
Um nach der Lebensreife nun mit den Erfolgen zu erleuchten!..)

– Ich schaue nicht mit Vorurteil auf das Aussehen – so der Alte, –
Doch eine Frage lass mich bitte flüsternd fragen:
Wer macht die Wahl für uns bereit, was jeder von uns wird?
Ob Heiliger, ein Sünder, Schöpfer oder Parasit???

Da ist es, sieh nur! Die Umrisse der Kanten sind verschwommen!
Das Licht des alten Stárzen ist so stark –
Die Dunkelheit hält der Ausstrahlung nicht mehr stand,
Sie tritt zurück, vom Lichtstrom voll geblendet und zu Fall gebracht!

Und just in dem Moment sind seine Arme offen!
Hier fällt der Schleier vom Gesicht des Sünders!
Denn er kann wieder sehen! Ja, er sieht den Weg, er kennt ihn!
Weil nicht die Kanten, und nicht die Umrisse sind da wichtig, sondern die Essenz, der Kern!

* * *

Wer wählt schlussendlich denn für uns?
Das Land, das Volk, Tradition, Gewohnheit?!?
Familie, Verwandte, Freunde und Umgebung –
Sie drücken unserem Weltbild bald ein Siegel auf…

Mehr als einmal passieren wir die Regenfälle des Schicksals,
Um zu begreifen, um uns gut zu waschen, zu leben,
Damit die Seele strahlend wie ein Regenbogen aufsteigen kann,
Und jenes innere Licht nach draußen reflektieren kann!

Der Seele liegt zu Grunde ein ewiges Gesetz vom Gott,
Sein Name ist die freie Wahl…
Und sechs und neun, bei den Chinesen – Ying und Yang,
Auch in dem unsichtbaren Grenzbereich dazwischen verbleibt ob Kante, ob ein Rand…

* * *

Du gehst, bewegst dich an der Wand entlang,
Suchst hastig da nach einer Stütze: Bloß nicht runterfallen!… H-h-h-h-h*… / *(schweres Atmen)
Du hörst es selbst: des Herzens Rhythmus wird immer langsamer…
Oh, Gott! – schießt der Gedanke durch den Kopf…

Oder vielleicht, soll nun das Herz urplötzlich sprudelnd,
Nach draußen einen Ausbruch wagen?!
Ich habe keine Kraft mehr, keine Worte,
Immer das gleiche Dir zu wiederholen!

Dass “unser Körper das Gefäß der Seele ist”!
So kümmere Dich nun um ihn, ziehe ihn groß,
Erzieh ihn, härte ab, halte in Schach –
Aber in Maßen!!!

Denn die Erinnerung von Oben
Kommt nicht Zeit Lebens auf Dich zu!
Stimme Deinen Geist ein!
Zur Erkenntnis… der Weg ist schwierig … und einfach!

* * *

Die Wüste… Karawane… Wanderdüne…
Die Sonne steht im Zenit… Hitze… Sand…
Geduld und Kräfte gehen fast zur Neige…
Luftspiegelung. Fata Morgana…

Verkehr… Das Leben… Plötzlich kommt ein Stopp!
Anführer, voller Freude, laut: Ge-fun-den!!!
Hügel aus Sand, ein Dünenrand…
Oase! – Endlich sind wir da!!!

* * *

Bewegung sichtbar hier im Boxerring:
Die zwei Paar Arme, zwei Paar Beine…
Ein Ruck! – Die ganze Halle springt hoch auf!
Und… wieder folgt ein Rücklauf im Gefecht… wie Hebel…

Hier – Misserfolg sitzt auf den Fersen…
Und Er – Erfolg und Spiel, nachlässig!
Urplötzlich Schlag!… Zeitlupe – ewig…
Und … Er vom Sockel fliegt dahin!…

Der neue Champion ist da! Mit einem Schlag
Steht er im Rampenlicht und alle jubeln zu!
Und Er, vom Glück verlassen, und von innen so enttäuscht!…
So kommt es nun bei ganzer Menge Arroganz und Stolz!

* * *

Roulette. Die Blicke – wild wie Riffe,
Und der Croupier am Ruder steht…
Wo sollen die Chips hin? Auf was soll man setzten? –
Ein Bild wie Geier fliegt in seinem Kopf…

Der Farbenmix. Der Schweiß fließt runter.
Gewonnen! Doch, obwohl verloren hat…
Die Schöne kommt in seine Nähe, hält das Glas,
Geld mindernd, das – der „Hitzegrad“…

Wo ist die Grenze? Wann, wo soll man laufen?
Alles beginnt sich wie ein Rad zu drehen…
Wie kann der Spieler bloß aufhören???
Ist simpel: er muss… „Stopp“ nur sagen!

* * *

„Mañana!“ * – sagte mehrmals /* „Morgen“ auf Spanisch
Der Mexikaner auf dem Stuhl,
Trank seinen Saft und schaute aus dem Fenster,
Wo nun ein Kaktus mit den Palmen friedlich wuchs.

Heutʼ nicht! Nein, nein! Doch „morgen“ – sicher!
Die Uhr, die läuft… Doch Stundenlauf
Vergeht im Sande durch die Bande der winzigʼ Körner…
Langsam Fall ganz ohne Eile…

* * *

Wo liegt die Grenze der Geduld und der Erwartung?
Wo ist der Rand des Merkens, der Aneignung?
Wo ist die Ebene der Dummheit, die der Weisheit?
Wo sind die Kanten und Facetten der Einsicht und der Erkenntnis, die des Bewusstseins – Wo?

Die Kante ist wie eine Rettungsleine, einer feinen Brücke gleich –
Zerbrechlich dünn zum Überqueren.
Die Kante ist eine Manifestation von dem „Ich bin!“ *
Ein Jeder hat – von Gott – Facetten, Kanten!

Ein Roh-Diamant kennt kaum Facetten,
Gleichwohl Brillant sein Schicksal ist,
Dennoch der Härte Eigenschaften, die Essenz der Schönheit vom Diamanten
Liegt absolut in den Facetten und seinen Kanten…

* * *

Nicht eilig, langsam, schwebend Gang
Ich wähle meine Route.
Der Wichtigkeit adieu! Ist Zeit! Und nun in der Minute
Ich fühl’ den Geist des Augenblicks!

Mein Leben fing früh morgens an.
Vorbei Vergangenheit verletzbar!
Nur Licht ist überall – wo immer du hinschaust!
Die Welt – wie „neu“ – ich sehe sie wieder!…

* * *

NACHWORT
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Lass uns mal kurz für den Moment vorstellen,
Dass die Facetten, Kanten – alle sind gelöscht!
Vor uns liegt eine Ebene, die zeigt, dass die
Erfolge und Errungenschaften auch flach sind!

Gesegnete Glückseligkeit ringsum!
Wie werden wir dann sonst herausgefordert?
Die Kanten, Grenzen und Facetten sind ja weg,
Das Dasein ist nun übersehbar!

Doch Seine Kote, Seine himmlischʼ Dimension
Ist keine Ebene, die flach – doch mächtig Strom!
Ein Fluss vom undenkbaren Ausmaß
Aus Myriaden Teilchen Licht – unzählig!

Sie alle sind in der Familie geeint!
Das Ziel des himmlischʼ Weges – unermesslich!
Der Herr, der Gott ist Krone von dem ganzen Strom,
Und in dem Einst und Jetzt ist Er die Quelle!…

(© vlad.logmat, 2021)

Das ist die deutsche Fassung von dem Poem „Die Kante“,
übersetzt aus dem Russischen, vom Autor.
(03.03.2021/RU, 14.05.2021/DE)
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Ein Poem, Flash-Bilder* in Versen… “flash” – übersetzt aus dem Englischen, ist ein „Blitz, Aufleuchten,… eine Kurzmeldung,… eine Manifestation…“ (vom Autor)

* der Stárez – auf Russisch: ein ehrwürdiger Greis, ein angesehener und verehrter Ältester in einem Kloster der orthodoxen Kirche, wo er als Berater und Lehrer fungiert.

* „Das bin ich“, „Ich bin“ (Gott): ἐγὼ εἰμί – יהוה, ἐγὼ εἰμί (griech.) – ich bin, הוה (hebräisch)- Herr
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